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18.09.17 08:50

Vollsynthetisches Öl

 Vollsynthetisches Öl

Erst Mitte der 1970er Jahre verbreitete sich synthetisches Öl am Markt: Mobil Motorenöle waren die ersten synthetischen Öle ihrer Zeit. Heute sind Synthetiköle weit verbreitet. Welche Vorteile bieten die künstlich hergestellten Öle? Und woran erkennen Sie vollsynthetisches Öl?

Vollsynthetisches vs. teilsynthetisches Motoröl

Generell wird zwischen Mineralöl und Synthetiköl unterschieden. Die Gruppe der synthetischen Öle wird nochmals in voll- und teilsynthetische Öle unterteilt. Vollsynthetisches Öl setzt sich aus einem synthetischen Grundöl zusammen, welches mit Additiven angereichert wird. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei teilsynthetischen Ölen um Schmierstoffe, die aus einer Mischung verschiedener Motorenöle sowie synthetischen Grundölen bestehen. Die teilsynthetischen Öle bieten gegenüber den mineralischen Ölen in der Temperaturbeständigkeit schon einen Vorteil. Leider ist fast nie das Mischungsverhältnis der jeweiligen Gruppen bekannt.

Vorteile & Nachteile

Vollsynthetisches Öl verfügt über eine hohe Leistungsfähigkeit und sehr gute Fließeigenschaften. Besonders die ausgeprägte Resistenz gegenüber Wärme und Kälte, d.h. vorteilhafte Viskositätseigenschaften sorgen dafür, dass vollsynthetisches Öl in zahlreichen Bereichen Anwendung findet.

Überdies profitieren Verwender von einer hohen Qualität und Langlebigkeit. Wenn die Hersteller der Motoren / Aggregate dies explizit erwähnen, kann vollsynthetisches Öl länger im Einsatz bleiben und muss seltener gewechselt werden. Auch in puncto Verschleiß- und Korrosionsschutz wird das leistungsfähige Schmiermittel höchsten Anforderungen gerecht.

Synthetische Motoröle sorgen tendenziell für einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Dies liegt darin begründet, dass sie im Vergleich zu Mineralölen sowohl bei niedrigen als auch bei Betriebstemperaturen einen geringeren inneren Wiederstand (geringere Viskosität) haben. Bei hohen Temperaturen altern diese Öle auch langsamer.

Bei geringen Temperaturen im Winter ermöglichen synthetische Öle zudem oft einen besseren Kaltstart der Fahrzeuge, als Mineralöle. Weitere Vorteile liegen in den Schmiereigenschaften: die zu schmierenden Stellen werden auch bei unterschiedlichsten Temperaturen zuverlässig erreicht, ohne dass der Schmierfilm abzureißen droht.

Mögliche Nachteile liegen im Preis und in den Anwendungsmöglichkeiten: Aufgrund der verhältnisgemäß aufwendigen Herstellung ist vollsynthetisches Öl meist teurer als einfache Mineralöle. Überdies ist nicht jedes Fahrzeug für die Verwendung geeignet. Besonders bei älteren Fahrzeugen sollte lieber auf teilsynthetische oder mineralische Öle zurückgegriffen werden.

Woran erkennen Sie vollsynthetische Motoröle?

Synthetiköle sind nur an der Produktbeschreibung im Datenblatt oder durch das Etikett auf dem Gebinde erkennbar. Sie setzen sich aus etwa 80% synthetischem Basisöl der Gruppe IV oder der Gruppe V mit 20% Additiven zusammen. Die Grundöle der Gruppe IV sind synthetisch hergestellte Kohlenwasserstoffe, Polyalphaolefine. Die Grundöle der Gruppe V sind Öle, welche nicht den Gruppen I bis IV zugeordnet werden können; dazu zählen z.B Esteröle.

Da Vollsynthetiköle aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften sogar völlig neue Viskositätsklassen ermöglichen, sind diese Öle ebenfalls an deren Viskosität erkennbar. Verbreitete Viskositätsklassen vollsynthetischer Öle sind:

  • SAE 0W-20
  • SAE 5W-40
  • SAE 0W-30
  • SAE 0W-40

Die Zahl an erster Stelle gibt Auskunft über die Zähigkeit des entsprechenden Motoröls im Winter bzw. bei kalten Temperaturen. Die Zahl an zweiter Stelle beschreibt das Viskositätsverhalten im Sommer bzw. bei warmen Temperaturen.

Die vollsynthetischen Öle finden in unterschiedlichsten Bereichen ihre Verwendung. Ob nun als Gasmotoren-, Motor- oder Hydrauliköl. Viele moderne Motoren haben besondere Ansprüche die nur vollsynthetisches Öl erfüllen kann.

Herstellungsprozess

Mineralöle werden durch Destillation und Raffination von Erdöl gewonnen. Etwas aufwendiger stellt sich die Gewinnung und Aufbereitung von synthetischen Ölen dar. Grund hierfür ist auch, dass die Kohlenwasserstoffmoleküle in synthetischen Ölen in ihrer Form so nicht im Rohöl vorkommen.

Vollsynthetische Öle werden mittels aufwendiger Verfahren künstlich hergestellt. Die Molekülstruktur des Grundöles wird dabei so verändert, dass spezielle Eigenschaften erreicht werden. Basis hierfür bildet eine Synthese von Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff. Die Synthese bietet bereits eine sehr gute Grundlage für die Beimischung von Additiven. Die Additive selbst sorgen anschließend für die gewünschten Eigenschaften.

Viskosität vollsynthetischer Öle

Vollsynthetische Öle bringen eine besonders ausgeprägte Temperaturbeständigkeit mit. Synthetiköle sind Hochleistungsöle, die bei unterschiedlichsten Temperaturen mit hervorragenden Schmiereigenschaften überzeugen. Somit können vollsynthetische Öle das ganze Jahr hindurch zum Einsatz kommen und trotzen Kälte und thermischer Belastung.

Fazit

Vollsynthetische Öle bieten zahlreiche Vorteile gegenüber Mineralöl. Aufgrund der verhältnisgemäß aufwendigen Herstellung sind diese aber meist etwas teurer. Bevor Sie von Teilsynthetik auf Vollsynthetik-Öl wechseln, sollten Sie immer die Herstellerangaben im Blick haben. Nicht jeder Motor ist für die Verwendung von Synthetiköl geeignet.

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