Der Wechsel von Hydrauliköl in der Servolenkung

HydraulikHeutzutage besitzen fast alle Fahrzeuge eine Servolenkung. Diese erleichtert das Lenken des Autos maßgeblich und erlaubt eine genauere Fahrzeugführung. Dabei kann die Servolenkung elektrisch, hydraulisch oder eine Kombination aus beidem sein. Letztere verfügen über Hydrauliköl - auch Servoöl genannt - welches unter Umständen gewechselt werden muss. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, welche Aufgaben Hydrauliköl in Servolenkungen übernimmt und was bei Auswahl und Wechsel beachtet werden sollte.

Funktionsweise einer Servolenkung mit Hydrauliköl

Eine Servolenkung unterstützt beim Lenken und führt zu mehr Komfort sowie einer verbesserten Sicherheit beim Fahren. Moderne, elektronisch gesteuerte Systeme funktionieren so intelligent, dass beispielsweise beim langsamen Fahren die Lenkung direkter reagiert, um damit die Richtungsänderung zu vereinfachen. Beim Fahren auf der Autobahn wiederum reagiert die Lenkung träge, damit das Fahrzeug stabiler im Geradeauslauf zu halten ist. Während bei einer elektrischen Servolenkung die eingesetzte Kraft des Fahrers mit Hilfe eines Elektromotors verstärkt wird, erfolgt die Kraftübertragung bei einer hydraulischen Servolenkung mit einer Hydraulikpumpe. Dabei wird mit der Lenkbewegung vom Lenkrad ein an den Torsionsstab gekoppeltes Servoventil angesteuert. Über die angeschlossene Servopumpe wird ein entsprechender Druck an den Hydraulikzylinder weitergegeben, welcher wiederum mit dem Lenkgetriebe verbunden ist.

Bei einer hydraulischen Servolenkung wird durch die Pumpe ein gleichmäßiger Druck im Lenksystem hergestellt. Beim Lenken öffnet sich das Servoventil und gibt mit Hilfe der Pumpe zusätzliches Hydrauliköl aus dem Vorratsbehälter in das Lenksystem. Mit zunehmendem Einschlag des Lenkrads erhöht sich auch die Menge des abgegebenen Hydrauliköls. Dementsprechend erhöht sich auch der Druck und die zur Verfügung stehende Kraft. Fahren Sie wieder geradeaus, wird kein Druck benötigt und das Hydrauliköl fließt zurück in den Zylinder. Eine moderne Servolenkung mit Hydrauliköl funktioniert stufenlos geschwindigkeitsabhängig im Fahrzeug. Dabei wird bei langsamer Fahrt mehr Lenkkraft durch die Pumpe bereitgestellt als bei schnelleren Fahrten. So erhöht sich die Präzision bei zügiger Fahrt und das Lenken beim Einparken wird leichter.

Wie erfolgt der Wechsel von Hydrauliköl in der Servolenkung?

Wenn nicht genug Hydrauliköl in der Servolenkung vorhanden ist, kann nicht ausreichend Druck aufgebaut werden und das Lenken wird schwerer. Zudem kann die hydraulische Pumpe oder das Lenkgetriebe Schaden nehmen, weil keine Flüssigkeit da ist, die sie abfedert. Eine regelmäßige Überprüfung des Hydrauliköls in der Servolenkung ist deshalb wichtig.

Sollte Ihnen das Lenken schwerfallen oder Sie dabei ungewöhnliche Geräusche wahrnehmen, ist sehr wahrscheinlich nicht genügend Hydrauliköl in der Servolenkung. Dieses befindet sich in einem Vorratsbehälter meist in der Nähe des Hydraulikzylinders. Sollten Sie ihn nicht auf den ersten Blick finden, können Sie dessen Platz auch im Handbuch Ihres Fahrzeugs nachschlagen.

Haben Sie den Behälter für das Hydrauliköl gefunden, überprüfen Sie zunächst den Ölstand. Sollte der Behälter durchsichtig sein, können Sie direkt den Stand ablesen, andernfalls muss ein Peilstab zu Hilfe genommen werden. Je nach Fahrzeug kann der Stand des Hydrauliköls nur bei warm gelaufenem Motor gemessen werden oder nachdem das Lenkrad im Stehen einige Male gedreht wurde. Achten Sie also darauf, den Flüssigkeitsstand entsprechend zu vergleichen.

Nach dem Messen des Hydraulikölstands muss die Farbe überprüft werden. Ist das Hydrauliköl klar und bernsteinfarben oder pink, dann befindet es sich in einem guten Zustand. Bei einer Braun- oder Schwarzfärbung ist es durch den Verbindungsschlauch oder die Dichtungen verschmutzt. Eine Eintrübung des Öles deutet auf einen etwaigen Wassereintritt hin. Bringen Sie Ihr Fahrzeug in diesem Fall in die Werkstatt, dort wird überprüft, ob Teile der Servolenkung und die Hydraulikflüssigkeit ausgetauscht werden müssen.

Wollen Sie das Hydrauliköl in der Servolenkung vollständig wechseln, müssen Sie das alte Öl zunächst entfernen. Da diese Systeme in der Regel keine Ölablassschraube haben, muss das Öl mittels Pumpe oder Absaugspritze herausgeholt werden. Saugen Sie das alte Servoöl ab und fangen Sie es in einem geeigneten auslaufsicheren Behälter auf.

Füllen Sie das frische Hydrauliköl entsprechend der Markierung auf dem Vorratsbehälter nach. Haben Sie die Messung mit einem Peilstab vorgenommen, achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel hineingeben. Ebenfalls sollten Sie eine Überfüllung vermeiden, da das Hydrauliköl unter Hitze expandiert. Nutzen Sie zudem nur Hydrauliköl für Ihre Servolenkung, welches vom Hersteller empfohlen bzw. freigegeben ist. Nur so können Sie sicher sein, dass es u.a. die richtige Viskosität besitzt. Nach dem Befüllen des Behälters muss dieser wieder ordnungsgemäß verschlossen werden.

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Neben einem regelmäßigen Wechsel des Motoröls sollten Sie auch den Stand des Hydrauliköls in Ihrer Servolenkung stets im Blick behalten. Nur so sorgen Sie dafür, dass Ihre Servolenkung einwandfrei funktioniert und keinen Schaden nimmt. Der Wechsel des Hydrauliköls in der Servolenkung ist mit einem größeren Aufwand verbunden, sodass sich eher ein Werkstattbesuch anbietet. Im Onlineshop der Schmierstoff-Zentrale bieten wir Ihnen hochwertige Hydrauliköle verschiedener Klassifizierungen an, sehen Sie sich gern um und bestellen Sie diese zu günstigen Preisen! Darüber hinaus stellen wir Ihnen auch Motoröle, Getriebeöle und viele weitere Schmierstoffe zur Verfügung. Haben Sie Fragen zu unseren Produkten oder sind Sie sich nicht sicher, ob Sie das richtige Hydrauliköl für Ihre Servolenkung ausgesucht haben? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wie beraten Sie gern.

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