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Motoröl

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Motorenöle für PKWs, Transporter & Motorräder

In unserem Sortiment finden Sie qualitativ hochwertige Motoröle von namhaften Herstellern wie Elaskon, Mobil™ und SRS. Egal ob für PKWs, Nutzfahrzeuge, Motorräder oder Land- und Baumaschinen – hier erhalten Sie das Richtige!

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  • SRS Bitaktol KX

    SRS Bitaktol KX

    SRS Bitaktol KX ist ein selbstmischendes Zweitakt-Motorenöl. Die tech...

    Marke: SRS

    Artikelnummer: 6730-11-5x

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Motorenöle bei Schmierstoff-Zentrale.de – Tipps vom Profi

1.) Die Aufgaben von Motoröl – mehr als nur ein Schmierstoff

2.) Warum muss Motoröl gewechselt werden?

3.) Die Haltbarkeit von Motoröl

4.) Motoröl mischen – worauf Sie unbedingt achten sollten

5.) Die Zusammensetzung von Motoröl

6.) Vollsynthetisches & teilsynthetisches Motoröl

1.) Die Aufgaben von Motoröl – mehr als nur ein Schmierstoff

Grundlegend wird Motoröl als Schmierstoff verwendet, um die Reibung und den Verschleiß der bewegten Teile im Motor zu reduzieren. Zu den weiteren Aufgaben von Motoröl zählen der Wärmetransport und die Kühlung im Motor. Die besonderen Eigenschaften von Motoröl ermöglichen ebenso seine Verwendung als Schutz vor Korrosion, zum Sauberhalten des Motorinneren sowie zur Pflege des Motors. Weiterhin wird Motoröl zur Abdichtung bestimmter Motorbauteile verwendet und sorgt so für eine bestmögliche Funktionsweise von Verbrennungsmotoren.

Egal ob Mineralöl, teilsynthetisches oder vollsynthetisches Motoröl: Damit die Verbrennungsmotoren von Fahrzeugen sachgemäß arbeiten können, benötigen sie eine ausreichende Schmierung und Kühlung.

Während des Betriebs eines Motors tritt zwischen den einzelnen beweglichen Teilen Reibung auf. Dabei weisen auch vermeintlich glatte Flächen mikroskopisch kleine Unebenheiten auf, zwischen denen Reibung bei Bewegung entsteht. Dadurch kommt es zur Abnutzung der beweglichen Teile, dem sogenannten Verschleiß. Als Folge verringert sich die Leistung des Motors.

Durch den Einsatz von Schmierstoffen wird über der Oberfläche der beweglichen Teile ein Film gebildet. Dieser Film verhindert zum einen, dass die Oberflächen direkt aufeinander reiben. Dadurch verringert sich der Verschleiß der Bauteile. Zum anderen erhöht die Schmierfähigkeit die Effektivität des Motors. Das Motoröl sorgt somit sowohl für eine erhöhte Lebensdauer des Motors als auch für eine verbesserte Motor- und Fahrleistung.

Die zweite wichtige Aufgabe des Motoröls ist die Kühlung des Motors. Das normale Kühlsystem im Auto erreicht in der Regel nicht die wichtigen Bauteile wie Zylinder, Kolben und Lager. Dabei kommt es gerade dort durch die intensive Reibung zu einer hohen Hitzeentwicklung. Das Motoröl nimmt die Hitze auf und transportiert sie zum Wärmetauscher. Auf diese Weise wird eine zu starke Erhitzung der betreffenden Bauteile verhindert, die andernfalls schmelzen und einen schweren Motorschaden verursachen können.

Damit das Motoröl seine Aufgaben vollständig erfüllen kann, werden dem Basisöl zusätzlich verschiedene Additive zugesetzt. Somit sorgt das Motoröl auch für einen Schutz gegen Oxidation und Korrosion, einen sauberen Motorraum sowie einer optimalen Viskosität.

2.) Warum muss Motoröl gewechselt werden?

Verbrauch

Generell verbraucht der Motor das Motoröl im Laufe der Zeit. Es wird verbrannt, wenn es über den Schmierfilm mit in den Verbrennungsraum transportiert wird. Auch kann es Schwitz- und Tropfverluste an verschiedenen Dichtungen geben.

Verunreinigung

Gut schmierendes und kühlendes Motoröl ist essentiell für eine optimale Motorleistung. Doch auch wenn die Verarbeitung der verschiedenen Motorteile immer präziser und die Formulierung der Motoröle durch den Zusatz von Additiven immer besser wird, gibt es weiterhin Abnutzungserscheinungen.

Durch den nach wie vor bestehenden Abrieb gelangen Verunreinigungen in das Öl, sobald der Ölfilter gänzlich gefüllt ist.

Zudem kommt es zu einer Abnutzung der Additive, sodass diese ihre Funktionen nicht mehr optimal erfüllen können. Es entstehen Alterungsprodukte, die vom Ölfilter nicht aufgenommen werden können. Dadurch bilden sich Säuren, welche die Motorenteile schädigen.

Ölwechsel für einen langlebigen und effizienten Motor

Verlieren die Additive ihre Wirkungskraft und kann das Motoröl seine Aufgaben nicht mehr vollständig erfüllen, bedeutet das einen stärkeren Verschleiß des Motors, eine geringere Motorleistung und einen höheren Kraftstoffverbrauch. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Motorschaden kommen.

Deshalb sollte regelmäßig eine Ölstandsmessung durchgeführt und nicht abgewartet werden, bis die Öl-Warnlampe aufblinkt. Falls der Ölstand kritisch ist, sollte das richtige Öl nachgefüllt werden. Da es unterschiedliche Konzepte in der Konstruktion von Motoren gibt, ist es unerlässlich, das Motoröl nach den entsprechenden Herstellerangaben zu wechseln.

3.) Die Haltbarkeit von Motoröl

Wer schon einmal notgezwungen das passende Motoröl an der nächstgelegenen Tankstelle erwerben musste weiß, wie schnell es teuer werden kann. Aus diesem Grund kaufen viele Autofahrer ihr Motoröl online oder im Einzelhandel des Vertrauens. Gern wird dann auf größere Gebindegrößen zurückgegriffen, um bei den folgenden Nachfüllungen nicht neu bestellen zu müssen. Doch wie lange ist Motoröl haltbar? Die Schmierstoff-Zentrale gibt Ihnen die Antwort.

Wie lang ist Motoröl haltbar?

Laut Autoclub Europa (ACE) ist Motoröl bis zu 5 Jahre haltbar, wenn es ungeöffnet gelagert wird. Voraussetzung ist, dass die Lagerung trocken und bei Temperaturen zwischen 5°C und 30°C erfolgt. Ferner sollte eine direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Die Haltbarkeit hängt zudem von der Beschaffenheit des Öls ab. Mineralische Öle sind grundsätzlich länger haltbar, während moderne, synthetische Öle ihre Funktionstauglichkeit verhältnismäßig schnell einbüßen. Falls moderne Motoröle zu lang gelagert werden, können die Additive im Öl ausfallen. Aus diesem Grund sollte es nicht ohne Bedacht in ein neues Fahrzeug eingefüllt werden. Unter Umständen werden die Voraussetzungen der Herstellerangaben nicht mehr erfüllt.

Bereits geöffnete Ölbehälter halten, je nach Herstellervorgaben, zwischen sechs bis zwölf Monaten. Durch die Öffnung des Gebindes kann es zu Wechselwirkungen mit der Außenluft kommen. Dadurch gerät Luftfeuchtigkeit in das Gebinde, welches zur Verringerung der Leistungsfähigkeit des Motoröls führt.

Die Ansprüche an Motoröl ändern sich

Des Weiteren sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass die technische Entwicklung bei Motoren schnell voranschreitet. So haben neuere Fahrzeuggenerationen oft höhere Ansprüche an das einzusetzende Motoröl. Ein vor Jahren gekauftes Motoröl kann eventuell nicht mehr den aktuellen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Deshalb empfehlen wir, moderne Motoröle mit höherer Leistungsfähigkeit zu wählen, wie zum Beispiel das Elaskon Ultra SAE 10W40.

Bei Fragen rund um das Thema Schmierstoffe und Auswahl des richtigen Motoröls stehen wir Ihnen natürlich auch gern zur Verfügung.

4.) Motoröl mischen – worauf Sie unbedingt achten sollten

Spätestens mit dem Aufleuchten der Ölleuchte wissen Sie, dass neues Motoröl nachgefüllt werden muss. Die heutigen Motoren benötigen ein spezielles Motoröl, um effizient zu schmieren und die mechanische Reibung zu reduzieren. Jedoch kennen viele Autobesitzer nicht ihre vorgeschriebene Ölsorte.

Unabhängig davon, ob die Öle eine unterschiedliche Viskosität haben oder es sich um ein mineralisches oder synthetisches Öl handelt, können grundsätzlich alle Motoröle miteinander und untereinander gemischt werden. Das zumindest gewährleistet die Industrie ausdrücklich. Doch die Frage ist, ob Sie das als Autobesitzer Ihrem Motor zumuten möchten.

Beim Nachfüllen von einem anderen als dem vorgeschriebenen Motorenöl wird grundsätzlich die niedrigere Freigabe auf das Motorenöl angewendet. Hier empfiehlt es sich, baldmöglichst einen vollständigen Ölwechsel in einer Werkstatt durchführen zu lassen.

Jeder Automobilhersteller hat für seine Motoren die jeweiligen Freigaben nach SAE Klasse und die Spezifikation nach ACEA und/oder API. Zum Beispiel SAE 5W-30, ACEA A3/B4 und/oder API SN. Die Spezifikationen sind in den Betriebsanleitungen meistens unter dem Stichwort „Motorenöl“ zu finden. Beim Kauf von Motoröl an Tankstellen oder Werkstätten finden Sie diese Angaben auf den jeweiligen Behältnissen.

Für Motoren mit Abgasnachbehandlungsanlage (Katalysator und/oder Partikelfilter) sind die geforderten Freigaben besonders wichtig! Wenn hier das falsche Motoröl eingesetzt wird, ist der Schaden vorprogrammiert.

Im Umkehrschluss sollten ältere Motoren, die die jeweilige Abgasnachbehandlungsanlage noch nicht haben, nicht mit aschearmen Ölen betrieben werden. Diese sind für die neueren Motoren vorgeschrieben.

Bei Mehrbereichsölen empfiehlt es sich, nur solche Ölsorten zu verwenden, die über die gleiche Viskositätsklasse verfügen. Wenn sich zum Beispiel bereits das Motoröl Elaskon Cargo Plus 10W-40 im Motor befindet, können Sie auch das Mobil Öl Delvac XHP Extra 10W-40 nachfüllen.

Motoröl mischen bei unterschiedlichen Öl-Anwendungen

Anders verhält es sich bei Getriebeöl und Motoröl – hier darf eine Vermischung auf keinen Fall erfolgen. Öle für verschiedene Motorkonzepte, wie Otto und Diesel, haben unterschiedliche Anforderungsprofile und sollten grundsätzlich nicht vermischt werden.

Die allermeisten Motorenöle für den PKW-Bereich sind gleichermaßen für Benzin- und Dieselmotoren geeignet. Für Vier-Takt-Benzin- und Dieselmotoren sind zudem Öle aus dem Zwei-Takt-Bereich (Motorroller, Rasenmäher) tabu.

Öl mischen bei gleichen Motorkonzepten (Otto, Diesel)

Motoröle für das gleiche Motorkonzept lassen sich grundsätzlich mischen. Es sollte aber bei jedem Nachfüllen beachtet werden, dass die vorgeschriebenen Leistungsmerkmale vom Kfz-Hersteller erfüllt sind. Wird beispielsweise im Motor ein Öl mit geringerer Leistungsfähigkeit als vorgeschrieben nachgefüllt, kann das nachweislich zu Schäden im Motorraum führen. Ein Nachfüllen von höherwertigem Öl ist im Gegenzug problemlos.

Öle mit unterschiedlicher Viskosität mischen

Es ist nicht zu empfehlen, Öle mit verschiedener Viskosität zu mischen. Die Viskosität ist eine physikalische Größe und bestimmt die Fließfähigkeit des Öls. Auf diese sind die Ölpumpe des Motors und die Querschnitte der Leitungen abgestimmt. Sollte beim Mischen nicht die gleiche Viskosität verwendet werden, kann es passieren, dass der benötigte Öldruck nicht erreicht wird.

Mischen von Synthetik- und Mineralölen

Beim Mischen von Synthetik- und Mineralölen scheiden sich die Geister. Einerseits soll das Mischen heutiger Öle problemlos möglich sein, andererseits könnte das Mischen die Wirkung der Additive mindern. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Motorenöle, welche die jeweilige API/ACEA-Spezifikation erfüllen, die gleichen Leistungsmerkmale besitzen und immer untereinander mischbar sind.

Öl mischen bei Jung- und Oldtimern

Hier sollten Sie unbedingt die in der Betriebsanleitung geforderten Öle einsetzen. Genauso ist die Einhaltung der Ölwechselfristen, auch bei nur sehr wenigen Fahrkilometern im Jahr, ist zu empfehlen.

Sicher ist Sicher – Öl nach den vorgeschriebenen Klassifikationen auswählen

In der Betriebsanleitung oder im Serviceheft finden Sie oft die geforderte Klassifikation und Spezifikation des passenden Motoröls. Falls Sie Ihre Betriebsanleitung oder Ihr Serviceheft nicht zur Hand haben, können Sie auch mit dem Motoröl-Wegweiser das richtige Öl für Ihr Fahrzeug herausfinden. Sollten Sie sich dennoch unsicher sein, raten wir Ihnen unbedingt einen Profi zu konsultieren, um eventuelle Schäden am Motor zu vermeiden!

5.) Die Zusammensetzung von Motoröl

Modernes Motoröl basiert je nach Art und Leistungsfähigkeit auf unterschiedlichen Basisölen oder Basisölmischungen. Ihnen werden zusätzliche Additive beigemischt, die verschiedene Aufgaben erfüllen. Es gilt: Nur eine ausgewogene Formulierung aus Basisöl und Additivkomponenten ergibt eine leistungsstarke Zusammensetzung des Motorenöls.

Ein typisches Motorenöl besteht aus folgenden Bestandteilen:

• 78 Prozent Basisöl
• 10 Prozent Viskositätsindex-Verbesserern (Fließverbesserer)
• 5 Prozent Dispersanten (halten Schmutzteile in der Schwebe)
• 3 Prozent Detergenten (waschaktive Substanzen, die den Motor reinigen)
• 1 Prozent Verschleißschutz
• 3 Prozent sonstige Bestandteile

Grundsätzlich besteht ein Viertaktöl zu ca. 75-95% aus Grundöl und 5-25% aus einem Gemisch verschiedenster Additive, dem eigentlichen Leistungspaket. Als Faustregel kann man sagen: Je höher der Additivanteil im Grundöl, desto höher die Ölqualität. Die wichtigsten Grundöle sind:

• Mineralöle
• Synthetiköle
• Teilsynthetische Öle
• Ester

Beim Zweitaktöl spielt die Zusammensetzung des Grundöls eine noch wichtigere Rolle als beim Viertaktöl. Dabei muss schon vorher feststehen, wofür das Öl später eingesetzt werden soll. An dieser Stelle erhält die Auswahl einer geeigneten Additivzusammenstellung eine zentrale Bedeutung. Wie beim Viertaktöl sind hier Antioxidantien, Detergentien, Dispergentien und Fließverbesserer im Öl enthalten. Aber auch Farbstoffe werden eingesetzt, um das Gemisch aus Kraftstoff und Öl zu kennzeichnen. Die im Viertaktöl eingesetzten Verschleißschutzadditive, Schaumdämpfer, Reibwertminderer, Verbesserer der Dichtungsverträglichkeit und des Viskositätsindexes werden in Zweitaktölen meist nicht eingesetzt.

6.) Vollsynthetisches & teilsynthetisches Motoröl

Zur Schmierung der beweglichen Teile benötigt jeder Verbrennungsmotor gutes Öl. Dabei muss das Motoröl in einer größeren Temperaturspanne immer ausreichende Schmiereigenschaften aufweisen. Beim früher verwendeten, reinen Mineralöl, konnte es zur Schlammbildung in der Ölwanne kommen. Bei teil- und vollsynthetischen Ölen besteht diese Gefahr nicht mehr.

Hervorragende Eigenschaften vollsynthetischer Motoröle

Damit ein Auto eine hohe Kilometerleistung erreichen kann, ist die Qualität des Motorenöls von entscheidender Bedeutung. Welches Motoröl das richtige ist, findet man in den Herstellervorgaben des jeweiligen Fahrzeugs. Sowohl für Benzinmotoren als auch Dieselmotoren bedeutet hochwertiges, vollsynthetisches Motorenöl eine gesteigerte Leistungsfähigkeit des Motors.

Grundsätzlich muss man beim Motoröl zunächst zwischen Mineralöl und synthetischem Öl unterscheiden. Mineralöl wird aus gefördertem Erdöldestillat gewonnen, indem es einen Destillier-, Filter- und Raffinerieprozess durchläuft. Anschließend liegt es als unlegiertes Mineralöl (Basisöl) mit einer bestimmten Viskosität vor. Diesem Öl werden dann die benötigten Additive zugemischt. Das Basisöl besteht aus einer Vielzahl verschiedener Kohlenwasserstoffketten. Diese haben unterschiedliche Kettenlängen. Kurzkettige Kohlenwasserstoffverbindungen neigen bei hohen Temperaturen zur Verflüchtigung, langkettige zur Bildung von Ablagerungen (Schlamm). Dies führt zur deutlichen physikalischen Veränderung (Viskosität) des Motoröls.

Schema Mineralöl

Bei einem vollsynthetischen Motoröl handelt es sich um ein künstlich hergestelltes Öl aus einer Synthese von Wasserstoff und Kohlenstoffmonoxid. Ursprünglich wurde das Verfahren, das sich die Fischer-Tropsch-Synthese nennt, zur Herstellung von Kraftstoffen aus Kohle entwickelt. Neben Kohle als Ausgangsprodukt werden zudem Erdöl, Erdgas und Biomasse verwendet. Auch dieses Basisöl erhält zusätzlich Additive. Der große Vorteil der auf dieser Technologie hergestellten Öle liegt darin, dass nur die jeweils benötigten Kohlenwasserstoffketten hergestellt werden. Die Grundeigenschaften des vollsynthetischen Motorenöles sind präzise einstellbar. Dadurch sind sie auch unter hohen thermischen Belastungen wesentlich stabiler.

Die Schmiereigenschaften des Öls bleiben gegenüber einem Mineralöl deutlich länger erhalten. Diese Öle bieten damit die Basis für einen optimalen Verschleißschutz. Ebenso garantieren sie eine gute Ölversorgung bei Kaltstarts.

Mittlerweile fordern sogar viele Hersteller bereits in den Vorgaben die Verwendung von vollsynthetischen Motorölen, um die sogenannte Longlife-Garantie einhalten zu können. Auch wenn das vollsynthetische Öl etwas teurer ist, so ist es dafür auch langlebiger und die Intervalle beim Ölwechsel können dadurch deutlich verlängert werden.

Schema Syntheseöl

Typische SAE Klassen für vollsynthetische Öle sind 0W-30 oder 0W-40, neuerdings auch 0W-20. Die erste Zahl gibt dabei die Zähigkeit im Winter bei kaltem Zustand an. Die zweite Ziffer bezeichnet die Viskosität im Sommer bei heißem Zustand. Vollsynthetische Motoröle sind somit Hochleistungsöle, die ein günstiges Kältefließverhalten besitzen aber auch eine hohe, thermische Belastbarkeit aufweisen. Sie lassen sich das ganze Jahr über benutzen, da sie weder im Winter zu dickflüssig noch im Sommer zu dünnflüssig werden. Nichtsdestotrotz ist die Empfehlung immer, den Motor warm zu fahren.

Teilsynthetische Motorenöle mitunter notwendig

Auch wenn vollsynthetische Motoröle sehr viele Vorteile haben, können sie doch nicht gerade in älteren Autos verwendet werden. Für sie wird das teilsynthetische Motoröl eingesetzt. Bei älteren Motoren sind die Toleranzen der einzelnen Komponenten häufig größer als bei aktuellen Motoren. Das benötigte Motoröl muss daher eine andere molekulare Struktur aufweisen.

Teilsynthetische Motoröle sind eine Mischung aus Mineralöl und Synthetiköl. Sie basieren auf Mineralöl dem dann, je nach Verwendungszweck, ein gewisser Anteil vollsynthetischen Öls beigemischt wird. Die genaue Zusammensetzung der Synthesekomponenten des teilsynthetischen Motoröls ist dabei abhängig vom Hersteller. Diese wird auf der Verpackung angegeben.

Teilsynthetische Motoröle eignen sich sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren, die im mittleren Leistungsbereich arbeiten. Das liegt daran, dass sie deutlich preisgünstiger sind als vollsynthetische Öle, aber dennoch positive Eigenschaften aufweisen, wie die Temperaturstabilität, verbessertes Fließverhalten und geringerer Verbrauch.

Komponenten wie die Temperaturstabilität wirken sich aber nur auf modernere Motoren aus. Das Reibungsverhalten verbessert sich und das Planschverhalten im Motor ist geringer. Es sollten aber immer die vom Motorenhersteller empfohlenen SAE Klassen (10W-40) verwendet werden.

Ältere Motoren können nach einem Wechsel von mineralischem auf teilsynthetisches Motorenöl sogar Undichtigkeiten bekommen. Dies kann an einer anderen SAE Klasse (0W-30) liegen. Diese Öle mit einer geringeren Viskosität haben eine höhere „Kriechwirkung“, sowohl mit den verwendeten Dichtungsmaterialien in den älteren Motoren als auch mit der höheren Reinigungs-Waschwirkung der teilsynthetischen Öle gegenüber den Mineralölen. Als wirtschaftlicher und technischer Kompromiss zwischen Mineralöl und Vollsynthetiköl werden teilsynthetische Motorenöle vermarktet.

Die Umstellung von Mineralöl zu Teilsynthetiköl sollte aber sicherheitshalber immer von einer Fachwerkstatt übernommen werden, da eine gründliche Motorspülung notwendig ist.