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Motoröl

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Motorenöle bei Schmierstoff-Zentrale.de – Tipps vom Profi

1.) Zusammensetzung von Motoröl
2.) Die Aufgaben von Motoröl – Mehr als nur ein Schmierstoff
3.) Warum muss Motoröl gewechselt werden?
4.) Haltbarkeit von Motoröl
5.) Vollsynthetisches & teilsynthetisches Motoröl
6.) Motorenöl mischen – Worauf Sie unbedingt achten sollten

 

 

1.) Zusammensetzung von Motoröl

Modernes Motoröl basiert je nach Art und Leistungsfähigkeit auf unterschiedliche Basisöle oder Basisölmischungen. Ihnen werden zusätzliche Additive beigemischt, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Es gilt: Nur eine ausgewogene Formulierung aus Basisöl und Additivkomponenten ergibt eine leistungsstarke Motorenöl Zusammensetzung.

Ein typisches Motorenöl besteht aus folgenden Bestandteilen:

• 78 Prozent Basisöl
• 10 Prozent Viskositätsindex-Verbesserern (Fließverbesserer)
• 5 Prozent Dispersanten (halten Schmutzteile in der Schwebe)
• 3 Prozent Detergenten (waschaktive Substanzen, die den Motor reinigen)
• 1 Prozent Verschleißschutz
• 3 Prozent sonstige Bestandteile

 Grundsätzlich besteht ein Viertaktöl zu ca. 75 bis 95% aus Grundöl und zu ca. 5 bis 25% aus einem Gemisch verschiedenster Additive, dem eigentlichen Leistungspaket. Als Faustregel kann man sagen: Je höher der Additivanteil im Grundöl, desto höher die Ölqualität. Die wichtigsten Grundöle sind:

• Mineralöle
• Synthetiköle
• Teilsynthetische Öle
• Ester

Beim Zweitaktöl spielt die Zusammensetzung des Grundöles eine noch wichtigere Rolle als beim Viertaktöl. Dabei muss schon vorher feststehen, wofür das Öl später eingesetzt werden soll. Die Auswahl einer geeigneten Additivzusammenstellung spielt auch bei Zweitaktölen eine zentrale Rolle. Wie beim Viertaktöl sind hier Antioxidantien, Detergentien, Dispergentien und Fließverbesserer im Öl enthalten. Aber auch Farbstoffe werden eingesetzt, um das Kraftstoff- Ölgemisch zu kennzeichnen. Die im Viertaktöl eingesetzten Verschleißschutzadditive, Schaumdämpfer, Reibwertminderer, Dichtungsverträglichkeits-Verbesserer und Viskositätsindex-Verbesserer werden in Zweitaktölen meist nicht eingesetzt.

2.) Die Aufgaben von Motoröl – Mehr als nur ein Schmierstoff

Egal ob Mineralöl, teilsynthetisches oder vollsynthetisches Motoröl: Damit Verbrennungsmotoren von Fahrzeugen sachgemäß arbeiten können, benötigen diese eine ausreichende Schmierung. Neben der Motorschmierung bietet das „schwarze Gold“ noch weitaus mehr: etwa Kühlung und Wärmetransport zählen genauso wie Abdichtung und Korrosionsschutz zu den weiteren Aufgaben von Motoröl und sind für die optimale Laufleistung von Verbrennungsmotoren moderner Fahrzeuge unerlässlich.

Motorschmierung als wichtigste Aufgabe von Motoröl

Zuallererst dient Motoröl der Reduzierung mechanischer Reibung von im Motorraum befindlichen, bewegten Metallteilen. Wenn der Motor eines Fahrzeuges gestartet wird, sorgt eine Ölpumpe für das Verteilen des Motoröles an alle zu schmierenden Stellen des Motors. Sämtliche gleitende Metallteile werden mit ausreichend Motoröl benetzt, um Reibung und Verschleiß zu reduzieren. Der Betrieb eines Verbrennungsmotors ohne Motorschmierung mittels Motoröl würde eine erhebliche Reibung und Wärme erzeugen, die langfristige Motorschäden nach sich zieht.

Aufgaben der Schmierung von Zylinder und Kolben

Im Motor finden sich mehrere Schmierstellen, die auf eine ausreichende Schmierung durch Motoröl angewiesen sind. Die wohl bekannteste Schmierstelle innerhalb des Motors ist der Zylinder oder Kolben. Das Motoröl wird in die Zylinderlaufbahn gepumpt und benetzt diese mit einer dünnen Ölschicht. Zudem führt der stets vorhandene Öldampf im Inneren des Motors zu einer Schmierung der Kolben. Ohne Motoröl würden Kolben und Zylinderlaufbahn durch die extrem hohe Reibung punktuell schmelzen, was zu einem schwerwiegenden Motorschaden führen würde.

Motorschmierung in weiteren Bereichen

Neben der Zylinderlaufbahn sind zahlreiche weitere Bauteile des Motors auf die Benetzung mittels Motoröl angewiesen. Zu diesen zählen hydrodynamische Lager, wie etwa Kurbelwellen- oder Nockenwellenlager. Die im Motor befindlichen Lager benötigen eine ausreichende Menge an Öl, damit die Reibung zwischen Welle und Lagerschale minimiert wird. Andernfalls drohen schwere Motorschäden, die den weiteren Gebrauch des betroffenen Motors unmöglich machen.

Kühlung als weitere Aufgabe von Motoröl

Gerade dort, wo Teile in Bewegung sind, entsteht unweigerlich Reibung und Wärme. Die Schmierung durch Motoröl trägt zu einer verringerten Reibleistung bei, kann die Reibung jedoch nicht komplett auslöschen. Die verbleibende Reibung im Motor erzeugt nach wie vor Wärme, die möglichst gering gehalten werden sollte. An dieser Stelle ergibt sich eine weitere Aufgabe von Motoröl: Die Kühlung des Motors und der Transport von Wärme. Die unter dem Begriff Ölkühlung bekannte Möglichkeit der Verwendung von Motoröl als Schmiermittel und Kühlflüssigkeit zugleich, ermöglicht den effektiven Abtransport von Wärme und erfolgt häufig über das einfache Abkühlen des Öles in der Ölwanne des Motors. Die Kühlung durch Motoröl hat den Vorteil, dass diese auch schwer zugängliche Motorbauteile, wie etwa Kolben erreicht, welche durch das standardmäßige Kühlmittel des Motors nicht benetzt werden können.

Additive im Öl erfüllen vielfältige Motoröl Aufgaben

Neben Schmierung und Kühlung, verfügt Motoröl über weitere hilfreiche Eigenschaften. Oftmals werden bei der Herstellung von Motoröl einige Grundöle kombiniert und Additive beigemischt. Die Additive bzw. Zusatzstoffe werden entsprechend der gewünschten Eigenschaften des Öles gewählt. Die Beimischung von Korrosionsschutzadditiven etwa, sorgt für erhöhten Schutz vor Korrosionsschäden von Motorbauteilen und verhindert Korrosionsprozesse. Auch für die bereits erläuterte Reibung von beweglichen Teilen im Inneren des Motors existieren Additive, die gegen die ungewünschten Effekte ankämpfen. Die Aufgaben von Motoröl sind vielfältig. Durch spezielle Additive, kann Motoröl ebenso der Reinigung von verbrennungsbedingten Rückständen dienen und eventuell vorhandene feinste Metallspäne aufnehmen und diese an der ungewollten Ablagerung im Motor hindern. Neben dem Sauberhalten des Motorinneren zählt ebenso die Abdichtung bestimmter Bereiche zu den Motoröl Aufgaben. Etwa kleinste Zwischenräume zwischen Kolben und Zylinder werden mittels Motoröl zusätzlich abgedichtet und tragen zu einer bestmöglichen Funktionsweise des Motors bei.

Motoröl Aufgaben kompakt

Die Motoröl Aufgaben sind vielfältig. Als zentrale Aufgabe von Motoröl gilt die Verwendung als Schmierstoff, um Reibung und Verschleiß der bewegten Teile im Motor zu reduzieren. Zu den weiteren Aufgaben von Motoröl zählen der Wärmetransport und die Kühlung im Motor. Die besonderen Eigenschaften von Motoröl ermöglichen ebenso die Verwendung von Motoröl als Schutz vor Korrosion, zum Sauberhalten des Motorinneren sowie zur Pflege des Motors. Weiterhin wird Motoröl zur Abdichtung bestimmter Motorbauteile verwendet und sorgt so für eine bestmögliche Funktionsweise von Verbrennungsmotoren.

 

3.) Warum muss Motoröl gewechselt werden?

Damit Sie verstehen, warum das Motoröl gewechselt werden muss, sei zunächst noch einmal die Bedeutung von Motoröl verdeutlicht. Motoröl erfüllt für den Motor zwei grundlegende Aufgaben: Schmierung und Kühlung.

Während des Betriebes eines Motors tritt zwischen den einzelnen beweglichen Teilen Reibung auf. Auch vermeintlich glatte Flächen weisen mikroskopisch kleine Unebenheiten auf, die bei der Bewegung aneinander reiben. Dadurch kommt es zur Abnutzung der entsprechenden Teile, dem sogenannten Verschleiß und die Leistung des Motors wird verringert.

Durch den Einsatz von Schmierstoffen wird über der Oberfläche der beweglichen Teile ein Film gebildet. Dieser Film verhindert, dass die Oberflächen direkt aufeinander reiben und verringert somit einerseits den Verschleiß der Bauteile, während er gleichzeitig durch die Schmierfähigkeit die Effektivität des Motors erhöht. Motoröl sorgt somit sowohl für eine erhöhte Lebensdauer des Motors als auch für eine verbesserte Motor- und Fahrleistung.

Die zweite wichtige Aufgabe ist die Kühlung des Motors. Das normale Kühlsystem im Auto erreicht in der Regel nicht die wichtigen Bauteile, wie Zylinder und Kolben und Lager. Dabei kommt es gerade dort durch intensive Reibung zu einer hohen Hitzeentwicklung. Deshalb übernimmt das Motoröl neben seiner Schmierfunktion auch die Aufgabe der Kühlung. Das Motoröl nimmt die Hitze auf und transportiert diese zum Wärmetauscher. Ed wird so verhindert, dass sich die betreffenden Bauteile zu stark erhitzen, schmelzen und einen schweren Motorschaden verursachen.

Damit das Motoröl seine Aufgaben bestens erfüllen kann, werden dem Basisöl außerdem verschiedene Additive zugesetzt. Dadurch sorgt das Motoröl zusätzlich für einen Schutz gegen Oxidation und Korrosion, einen sauberen Motorraum sowie einer optimalen Viskosität.

Motoröl wechseln wegen Verunreinigung

Ein gut schmierendes und kühlendes Motoröl ist demnach essentiell für eine optimale Motorleistung. Doch auch wenn die Verarbeitung der verschiedenen Motorteile immer präziser und auch die Formulierung der Motoröle durch den Zusatz von Additiven immer besser wird, gibt es weiterhin Abnutzungserscheinungen.
Durch den nach wie vor bestehenden Abrieb gelangen Verunreinigungen in das Öl. Diese werden zwar zunächst durch den Ölfilter herausgefiltert, doch ist auch dieser irgendwann voll, sodass Verunreinigungen im Öl verbleiben.

Gleichzeitig kommt es zu einer Abnutzung der Additive, sodass auch diese ihre Funktionen nicht mehr optimal erfüllen können. Daraus entstehen auch Alterungsprodukte welche vom Ölfilter nicht aufgenommen werden können. Im Ergebnis entstehen Säuren welche die Motorenteile schädigen.

Verbrauch von Motoröl

Neben diesem Verschleiß- und Alterungsprozess des Motoröls, kommt es auch zu einem generellen Verbrauch. Beispielsweise wird Öl verbrannt, wenn es über einen Schmierfilm auf dem Kolben und den Kolbenhub mit in den Verbrennungsraum transportiert wird. Auch kann es über Schwitz- und Tropfverluste an verschiedenen Dichtungen zu einem Verlust von Öl kommen.

Ölwechsel für langlebigen und effizienten Motor

Öl kann also sowohl verbraucht werden als auch altern bzw. können Additive sich verbrauchen und ihre Wirkungskraft verlieren. In diesen Fällen kann das Motoröl nicht mehr seine Aufgaben zu 100 Prozent erfüllen, was in der Konsequenz bedeutet: stärkerer Verschleiß des Motors, schwächere Motorleistung und höherer Kraftstoffverbrauch. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Motorschaden kommen.

Deshalb sollte regelmäßig eine Ölstandsmessung durchgeführt werden und nicht erst darauf gewartet werden, bis die Öl-Warnlampe aufblinkt. Falls der Ölstand kritisch ist, sollte das richtige Öl nachgefüllt werden. Da es unterschiedliche Konzepte in der Konstruktion der Motoren gibt, ist es unerlässlich, das Motoröl nach den entsprechenden Herstellerangaben zu wechseln.

 

4.) Haltbarkeit von Motoröl

Wer schon einmal notgezwungen das passende Motoröl an der nächstgelegenen Tankstelle erwerben musste, weiß, wie schnell es teuer werden kann. Aus diesem Grund kaufen viele Autofahrer ihr Motoröl online oder im Einzelhandel des Vertrauens. Gerne wird dann auf größere Gebindegrößen zurückgegriffen, um nicht bei jedem Nachfüllen wieder bestellen zu müssen. Doch wie lange ist Motoröl haltbar? Schmierstoff Zentrale gibt Ihnen die Antwort.

Wie lange ist Motoröl haltbar?

Laut Autoclub Europa (ACE) ist Motoröl bis zu 5 Jahre haltbar, wenn es ungeöffnet gelagert wird. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Lagerung trocken und bei Temperaturen zwischen + 5°C und + 30°C erfolgt. Ferner sollte eine direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Die Haltbarkeit hängt zudem von der Beschaffenheit des Öls ab. Mineralische Öle sind grundsätzlich länger haltbar, während moderne synthetische Öle Ihre Funktionstauglichkeit verhältnismäßig schnell einbüßen. Falls moderne Motoröle zu lange gelagert werden, können die beigemischten Zusätze im Öl (Additive) ausfallen. Aus diesem Grund sollte sehr lange gelagertes Öl nicht ohne Bedacht in ein neues Fahrzeug eingesetzt werden. Unter Umständen können nicht mehr die Voraussetzungen der Herstellerangaben erfüllt werden.

Bereits geöffnete Ölbehälter halten, je nach Herstellervorgaben, zwischen sechs bis zwölf Monaten. Durch die Öffnung des Gebindes kann es zu Wechselwirkungen mit der Außenluft kommen. Dadurch gerät Luftfeuchtigkeit in das Gebinde, welches zur Verringerung der Leistungsfähigkeit des Motoröls führt.

Die Ansprüche an Motoröl ändern sich

Des Weiteren sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass die technische Entwicklung bei Motoren schnell voranschreitet. So haben neuere Fahrzeuggenerationen oft höhere Ansprüche an das einzusetzende Motoröl. Dadurch könnte ihr vor Jahren gekauftes Motoröl eventuell nicht mehr den aktuellen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Aus diesem Grund empfehlen wir moderne Motoröle mit höherer Leistungsfähigkeit zu wählen, wie zum Beispiel das Elaskon Ultra SAE 10W40.

Bei Fragen rund um das Thema Schmierstoffe und Auswahl des richtigen Motoröls stehen wir Ihnen natürlich auch gerne telefonisch zur Verfügung.

 

5.) Vollsynthetisches & teilsynthetisches Motoröl

Zur Schmierung der beweglichen Teile benötigt jeder Verbrennungsmotor gutes Öl. Dabei muss das Motoröl in einer größeren Temperaturspanne immer ausreichende Schmiereigenschaften aufweisen. Früher wurde in vielen Fällen noch reines Mineralöl verwendet. Nachteil dieser Öle ist allerdings, dass sie dazu neigen, in der Ölwanne Schlamm zu bilden. Es sind daher recht kurze Ölwechselintervalle notwendig. Anders sieht es allerdings bei den teil- und vollsynthetischen Ölen aus.

Hervorragende Eigenschaften vollsynthetischer Motoröle

Damit ein Auto hohe Kilometerleistung erreichen kann, ist die Qualität des Motorenöls von entscheidender Bedeutung. Welches Motoröl das richtige ist, findet man in den Herstellervorgaben des jeweiligen Fahrzeugs. Sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren bedeutet hochwertiges, vollsynthetisches Motorenöl eine gesteigerte Leistungsfähigkeit des Motors.

Grundsätzlich muss man beim Motoröl zunächst zwischen Mineralöl und synthetischem Öl unterscheiden. Mineralöl wird aus gefördertem Erdöldestillat gewonnen, indem es einen Destillier-, Filter- und Raffinerieprozess durchläuft. Anschließend liegt es als unlegiertes Mineralöl (Basisöl) mit einer bestimmten Viskosität vor. Diesem Öl werden dann die benötigten Additive zugemischt.

Das Basisöl besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Kohlenwasserstoffketten. Diese haben unterschiedliche Kettenlängen. Kurzkettige Kohlenwasserstoffverbindungen neigen bei hohen Temperaturen zur Verflüchtigung, langkettige zur Bildung von Ablagerungen (Schlamm). Dies führt, unter anderem, zur deutlichen physikalischen Veränderung (Viskosität) des Motorenöles.

Schema Mineralöl

Bei einem vollsynthetischen Motoröl handelt es sich um ein künstlich hergestelltes Öl. Vereinfacht ausgedrückt, wird es aus einer Synthese von Wasserstoff und Kohlenstoffmonoxid hergestellt. Ursprünglich wurde das Verfahren (Fischer-Tropsch-Synthese) zur Herstellung von Kraftstoffen aus Kohle entwickelt. Neben Kohle als Ausgangsprodukt wird auch Erdöl, Erdgas, wie auch Biomasse verwendet. Auch diesem Basisöl werden noch zusätzlich Additive zugemischt. Der große Vorteil der auf dieser Technologie hergestellten Öle liegt darin, dass nur die jeweils benötigen Kohlenwasserstoffketten hergestellt werden. Die Grundeigenschaften des vollsynthetischen Öles (Motorenöles) sind präzise einstellbar. Dadurch sind die vollsynthetischen Motoröle auch unter hohen thermischen Belastungen wesentlich stabiler. Die Schmiereigenschaften des Öles bleiben gegenüber einem Mineralöl deutlich länger erhalten. Diese Öle bieten damit die Basis für einen optimalen Verschleißschutz. Ebenso garantieren sie eine gute Öl-Versorgung bei Kaltstarts. Mittlerweile fordern sogar viele Hersteller bereits in den Vorgaben die Verwendung von vollsynthetischen Motorölen, um die sogenannte Longlife-Garantie einhalten zu können. Auch wenn das vollsynthetische Öl etwas teurer ist, so ist es dafür auch langlebiger und die Intervalle beim Ölwechsel können dadurch deutlich verlängert werden.

Schema Syntheseöl

Typische SAE Klassen für vollsynthetische Öle sind 0W-30 oder 0W-40, neuerdings auch 0W-20. Die erste Zahl gibt dabei die Zähigkeit im Winter bei kaltem Zustand an. Die zweite Ziffer bezeichnet die Viskosität im Sommer bei heißem Zustand.
Vollsynthetische Motoröle sind somit Hochleistungsöle, die ein günstiges Kältefließverhalten besitzen, aber auch eine hohe, thermische Belastbarkeit aufweisen. Sie lassen sich das ganze Jahr über benutzen, da sie weder im Winter zu dickflüssig, noch im Sommer zu dünnflüssig werden. Nichtsdestotrotz ist die Empfehlung immer, den Motor warm zu fahren.

Halbsynthetische Motoröle mitunter notwendig

Auch wenn vollsynthetische Motoröle sehr viele Vorteile haben, so können sie doch nicht in allen Fahrzeugen verwendet werden. Gerade in älteren Autos muss häufig teilsynthetisches Motoröl verwendet werden. Bei älteren Motoren sind die Toleranzen der einzelnen Komponenten häufig größer als bei aktuellen Motoren. Das benötigte Motoröl muss daher eine andere molekulare Struktur aufweisen.

Teilsynthetische Motoröle hingegen sind eine Mischung aus Mineralöl und Synthetiköl. Sie basieren auf Mineralöl, welchem dann, je nach Verwendungszweck, ein gewisser Anteil vollsynthetischen Öls beigemischt wird. Die genaue Zusammensetzung der Synthesekomponenten des teilsynthetischen Motoröls ist dabei abhängig vom Hersteller. Diese wird auf der Verpackung angegeben.

Teilsynthetische Motoröle eignen sich sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren, die im mittleren Leistungsbereich arbeiten. Sie werden vor allem in diesem Bereich genutzt, da sie deutlich preisgünstiger sind als vollsynthetische Öle, aber dennoch positive Eigenschaften, wie Temperaturstabilität, verbessertes Fließverhalten und geringeren Verbrauch aufweisen.

Vorteile, wie die Temperaturstabilität durch vorteilhaftes Reibungsverhalten und geringeres Planschverhalten im Motor, wirken sich aber nur auf modernere Motoren aus.

Es sollten aber immer die vom Motorenhersteller empfohlenen SAE Klassen (10W-40) verwendet werden.

Ältere Motoren hingegen können nach einem Wechsel von mineralischem auf teilsysnthetisches Motorenöl sogar Undichtigkeiten bekommen. Dies kann bei einer anderen SAE Klasse (0W-30) liegen. Diese Öle mit einer geringeren Viskosität haben eine höhere „Kriechwirkung“. Auch mit den verwendeten Dichtungsmaterialien in den älteren Motoren als auch mit der höheren Reinigungs- Waschwirkung der teilsynthetischen Öle gegenüber den Mineralölen liegen. Als wirtschaftlicher und technischer Kompromiss zwischen Mineralöl und Vollsynthetiköl werden teilsynthetische Motorenöle vermarktet.

Die Umstellung von Mineralöl zu Teilsynthetiköl sollte aber sicherheitshalber immer von einer Fachwerkstatt übernommen werden, da eine gründliche Motorspülung notwendig ist.

 

6.) Motorenöl mischen – Worauf Sie unbedingt achten sollten

Spätestens mit dem Aufleuchten der Ölleuchte, wissen Sie, dass neues Motorenöl nachgefüllt werden muss. Die heutigen Motoren benötigen spezielles Motoröl, um effizient zu schmieren und die mechanische Reibung zu reduzieren. Jedoch kennen viele Autobesitzer nicht ihre vorgeschriebene Ölsorte.

Unabhängig davon, ob die Öle eine unterschiedliche Viskosität haben oder es sich um ein mineralisch und synthetisches Öl handelt, können grundsätzlich alle Motorenöle miteinander und untereinander gemischt werden. Das zumindest gewährleistet die Industrie ausdrücklich. Doch die Frage ist, ob Sie das als Autobesitzer Ihrem Motor zumuten möchten.

Beim Nachfüllen von einem anderen als dem vorgeschriebenen Motorenöl wird grundsätzlich die niedrigere Freigabe auf das Motorenöl angewendet. Hier empfiehlt es sich baldmöglichst einen vollständigen Ölwechsel in einer Werkstatt durchführen zu lassen.

Jeder Automobilhersteller hat für seine Motoren die jeweiligen Freigaben nach SAE Klasse und die Spezifikation nach ACEA und/oder API. Zum Beispiel SAE 5W-30, ACEA A3/B4 und/oder API SN. Die Spezifikationen sind in den Betriebsanleitungen meistens unter dem Stichwort „Motorenöl“ zu finden. Beim Kauf von Motorenöl an Tankstellen oder Werkstätten finden Sie diese Angaben auf den jeweiligen Behältnissen.

Für Motoren mit Abgasnachbehandlungsanlage (Katalysator und/oder Partikelfilter) sind die geforderten Freigaben besonders wichtig! Wenn hier das falsche Motorenöl eingesetzt wird, ist der Schaden vorprogrammiert.

Im Umkehrschluss sollten ältere Motoren, die die jeweilige Abgasnachbehandlungsanlage noch nicht haben, nicht mit den aschearmen Ölen welche für die neueren Motoren vorgeschrieben sind, betrieben werden.

Bei Mehrbereichsölen empfiehlt es sich, nur solche Ölsorten zu verwenden, die über die gleiche Viskositätsklasse verfügen. Wenn sich zum Beispiel bereits das Motoröl Elaskon Cargo Plus 10W-40 im Motor befindet, können Sie auch das Mobil Öl Delvac XHP Extra 10W-40 nachfüllen.

Motoröl mischen bei unterschiedlichen Öl-Anwendungen

Anders verhält es sich bei Getriebeöl und Motorenöl – hier darf eine Vermischung auf keinen Fall erfolgen. Öle für verschiedene Motorkonzepte (Otto und Diesel) haben unterschiedliche Anforderungsprofile und sollten grundsätzlich nicht vermischt werden.

Die allermeisten Motorenöle für den PKW Bereich sind sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren geeignet. Für Vier-Takt Benzin- und Dieselmotoren sind zudem Öle aus dem Zwei-Takt-Bereich (Motorroller, Rasenmäher) tabu.

Öl mischen bei gleichen Motorkonzepten (Otto, Diesel)

Motoröle für das gleiche Motorkonzept lassen sich grundsätzlich mischen. Es sollte aber bei jedem Nachfüllen beachtet werden, dass die vorgeschriebenen Leistungsmerkmale vom Kfz-Hersteller erfüllt sind. Wird beispielsweise im Motor ein Öl mit geringerer Leistungsfähigkeit als vorgeschrieben nachgefüllt, kann das nachweislich zu Schäden im Motorraum führen. Ein Nachfüllen von höherwertigerem Öl ist im Gegenzug problemlos.

Öle mit unterschiedlicher Viskosität mischen

Es ist nicht zu empfehlen, Öle mit verschiedener Viskosität zu mischen. Die Viskosität ist eine physikalische Größe (Fließfähigkeit) des Öles. Die Ölpumpe des Motors und die Querschnitte der Leitungen sind darauf abgestimmt. Es kann passieren, dass der benötigte Öldruck nicht erreicht wird. Um sicher zu gehen, sollte ausdrücklich beim Mischen die gleiche Viskosität verwendet werden.

Mischen von Synthetik- und Mineralölen

Beim Mischen von Synthetik- und Mineralölen scheiden sich die Geister. Einerseits soll das Mischen heutiger Öle problemlos möglich sein, anderseits könnte das Mischen die Wirkung der Additive mindern. Motorenöle, welche die jeweilige API/ACEA-Spezifikation erfüllen, haben die gleichen Leistungsmerkmale und sind immer untereinander mischbar.

Öl mischen bei Jung- und Oldtimern

Hier sollten Sie unbedingt die in der Betriebsanleitung geforderten Öle einsetzen. Die Einhaltung der Ölwechselfristen auch bei nur sehr wenigen Fahrkilometern im Jahr ist zu empfehlen.

Sicher ist Sicher – Öl nach den vorgeschriebenen Klassifikationen auswählen

In der Betriebsanleitung oder im Serviceheft finden Sie oft die geforderten Klassifikation und Spezifikation des passenden Motoröls. Falls Sie ihre Betriebsanleitung oder Ihr Serviceheft nicht zur Hand haben, können Sie auch mit den Motoröl-Wegweiser das richtige Öl für Ihr Fahrzeug identifizieren. Sollten Sie sich dennoch unsicher sein, raten wir Ihnen unbedingt einen Profi zu konsultieren, um eventuelle Schäden am Motor zu vermeiden!