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14.06.16 16:00

Was bringen Öl-Zusätze wirklich?

Motoröl

Bei Öl-Zusätzen handelt es sich in der Regel um flüssige Stoffe, die dem bestehenden Motoröl beigemengt werden. Das darf nicht mit den Additiven verwechselt werden, die bei modernen Motorölen schon während der Herstellung hinzugefügt und genauestens abgestimmt werden.

Besonders in den 90er Jahren galten Öl-Additive unter Hobby-Autotunern als wahres Wundermittel. Öl Additive ließen den Motor durch hauchdünne Teflon Beschichtungen angeblich besonders geschmeidig laufen.  Bekannte Hersteller priesen Verbesserungen im zweistellen Prozentbereich an.

Seit jeher ist das Lager gespalten. Die einen schwören auf die verlängerte Motorlebensdauer und bessere Leistung, während die anderen über technische Folgeprobleme und herausgeworfenes Geld klagen. Noch heute greifen Ottonormalverbraucher auf die Ölzusätze zurück. Doch was bringen diese Öl-Additive wirklich?

Was steckt wirklich hinter Öl-Zusätzen?

In der heutigen Zeit ist das einstige Werbeversprechen für Öl Additive etwas verhaltener als in den 90er Jahren. Dennoch versichern die Ölzusatz-Hersteller eine hohe Wirksamkeit bei der Anwendung. Angeblich sollen damit die Ölschlämme im Motor beseitigt und die Reibung sowie der Verschleiß verringert werden. Andere Hersteller versprechen zudem eine verbesserte Beschleunigung oder eine optimierte Gasabnahme. Auch viele Motorsportler schwören auf Ölzusätze, wie zum Beispiel Teflon.

Interessanterweise hatte sich DuPont, Patentinhaber von Teflon™ schon vor über 10 Jahren zu Wort gemeldet. Dort wurde ausdrücklich erklärt, dass sich Teflon nicht als Ölzusatz für Verbrennungsmotoren eigne.  

Warum Sie auf den Einsatz von Öl-Zusätzen verzichten sollten

Schon während der Herstellung werden moderne Motoröle mit speziellen Additiven aufgewertet. Diese sorgen beispielsweise dafür, dass die Viskosität möglichst unabhängig von der Umgebungstemperatur ist. Die fein abgestimmten Basisöle und deren chemisch hinzugefügten Additive werden nicht ohne Grund in aufwändigen Tests geprüft und aufeinander abgestimmt.

Die meisten Öl-Zusätze erzeugen beim Fahrer eine eher psychologische Wirkung, als dass es zu technischen Verbesserungen beim Fahrzeug kommt. Falls die Öl-Zusätze wirklich einen deutlichen Effekt haben würden, dann wären die entsprechenden chemischen Verbindungen schon längst in den handelsüblichen Motorölen integriert. Doch dem ist nicht der Fall.

Viele Fahrzeughersteller raten von dem Einsatz von Öl-Zusätzen ab, denn die Zugabe kann zu verschlechterten Emissionswerten oder gar zum Motorschaden führen. Bei einem etwaigen Schaden ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie auf den Folgekosten selbst sitzen bleiben. Die „universellen“ Ölzusätze sind nicht auf die Rezepturen der unterschiedlichen Motoröle abgestimmt, sodass bei Schaden keinerlei Garantie oder Haftung übernommen wird. 

Halten Sie sich an die Herstellervorgaben

Wer seinem Motor Gutes tun möchte, sollte gänzlich auf den Einsatz von Öl-Zusätzen verzichten. Der Kauf von Öl-Zusätzen füllt eher den Geldbeutel der Hersteller, als dass es Ihnen einen nachweisbaren Nutzen gibt.

Wenn Sie hochwertige Markenöle verwenden und sich an die vorgeschriebenen Wechselintervalle halten, sind Sie auf der sicheren Seite. Halten Sie dabei aber bitte die Herstellerfreigaben für Motoröle im Hinterkopf.

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