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15.06.17 15:44

Getriebeölwechsel – Erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen müssen

Getriebeöl wechseln

In unserem Online-Shop finden Sie das passende Getriebeöl für Ihr Fahrzeug! ZUR KATEGORIE GETRIEBEÖL

 

Viele Autohersteller werben mittlerweile mit einer Lebensdauerfüllung von Getriebeöl – Getriebeölwechsel ist nicht notwendig. Doch Lebensdauer bedeutet nicht ein Leben lang, sondern lediglich 5  bis 6  Jahre. Deshalb raten Werkstätten, spätestens nach 100.000 Kilometern einen Getriebeölwechsel durchzuführen.

Warum Sie das Getriebeöl wechseln sollten, wie Sie den Stand des Getriebeöls prüfen und wie das Öl ausgetauscht werden kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Getriebeöl – dafür ist es da

Ein Getriebe besteht aus unzähligen kleineren und größeren Teilen, die nach Möglichkeit reibungslos ineinandergreifen müssen, um ein optimales Fahrerlebnis zu ermöglichen. Für eine einwandfreie Zusammenarbeit der Zahnräder, Wellen und anderen Teile sorgt das Getriebeöl. Das Öl, das sich im Getriebe befindet, schmiert, kühlt und schützt alle Teile.

Der Ölfilm verhindert, dass die Metallflächen direkt aufeinander reiben und somit verschleißen. Gleichzeitig schützt das Öl das Getriebe durch den Zusatz von Additiven vor Korrosion und durch den Abtransport von Wärme vor Überhitzung. Das richtige Getriebeöl ist also essentiell für ein funktionierendes Getriebe.

Wann ist ein Getriebeölwechsel notwendig

Während die Hersteller gerade bei Autos neuerer Bauart eine sogenannte Lebensdauerfüllung an Getriebeöl angeben, empfehlen Werkstätten den Getriebeölwechsel nach 80.000 bis 100.000 Kilometern. Denn Autohersteller rechnen mit einer Lebensdauer von 6 – 8 Jahren, dabei befinden sich die meisten Automobile wesentlich länger im Einsatz.

Genau wie beim Motoröl kommt es auch beim Getriebeöl zu Verschleißerscheinungen. Es sammeln sich Ablagerungen an, die das Öl verschmutzen und zum Verlust  der optimalen Schmierwirkung sowie der Viskosität führen. Zwar wird bei modernen Ölen durch den Zusatz von Additiven, das Altern der Öle zumeist stark verlangsamt, aber dennoch nicht ganz verhindert.

In einem solchen Fall ist eine optimale Schmierung des Getriebes nicht mehr gegeben und es kann von der Funktionseinschränkung, über mechanischen Schäden bis hin zur Zerstörung des Getriebes kommen.

Bemerkbar macht sich das schon beim Fahren. Wenn Sie feststellen, dass sich bei automatischen Getrieben die Schaltpunkte verschieben oder bei handgeschalteten Getrieben beim Anfahren die Gänge schwerer schalten lassen dann sollten sie den Stand des Getriebeöls überprüfen oder gleich zur Kontrolle in die Werkstatt fahren.

Stand des Getriebeöls überprüfen

Der Stand des Getriebeöls lässt sich manuell mit Hilfe eines Getriebeölmessstabes überprüfen. Öffnen Sie dazu zunächst die Motorhaube Ihres Autos und beachten Sie die folgenden Schritte:

  • Suchen Sie im Motorraum nach dem Ölmessstab – je nach Modell befindet er sich vor oder hinter dem Motor. Bei manchen Fahrzeugtypen kann er auch auf der Fahrerseite seitlich am Getriebe befestigt sein. Bei Autos mit manuellem Schaltgetriebe kann es allerdings auch vorkommen, dass kein Ölmessstab vorhanden ist, während bei einem Automatikgetriebe immer einer zu finden sein sollte. Im Zweifelsfall schauen Sie einfach in das Benutzerhandbuch Ihres Fahrzeuges.
  • Suchen Sie nach dem Getriebeölbehälter, öffnen Sie ihn und führen Sie den Messstab ein. Im Anschluss ziehen Sie ihn heraus, wischen ihn ab und führen den Messstab erneut ein
  • Ziehen Sie den Stab nach einigen Sekunden erneut heraus und überprüfen anhand der Markierungen den Füllstand.
  • Kontrollieren Sie auch den Zustand des Öls – ist es schaumig, welche Farbe hat es, wirkt es verklumpt, riecht es verbrannt – dann sollten Sie zum Getriebeölwechsel in die Werkstatt fahren.
  • Füllen Sie entsprechend Getriebeöl nach. Schauen Sie dazu in das Benutzerhandbuch, welches Getriebeöl das geeignete ist.

Sollten Sie sich die Überprüfung des Getriebeölstandes selbst nicht zutrauen oder unsicher sein, ob und wieviel Öl nachgefüllt werden sollte, fahren Sie lieber in die Werkstatt. In der Regel reicht es auch schon, wenn Sie bei der jährlichen Untersuchung einfach eine Überprüfung des Getriebeölstandes mit auf die Aufgabenliste der Werkstatt setzen.

Besonders Fahrer von Autos mit Automatikgetriebe sollten den Stand des Getriebeöls im Blick haben, denn durch die komplexe Konstruktion und Dimension des Getriebes, kann es dort zu einem höheren Verschleiß und Verbrauch kommen.

Getriebeöl wechseln – So geht es!

Um einen Wechsel des Getriebeöls durchführen zu können, muss der Unterboden des Autos erreichbar sein. Es wird dazu eine Hebebühne oder ein Montagegraben benötigt. Da dem Fahrzeugnutzer in der Regel weder das eine noch das andere zur Verfügung steht, empfiehlt es sich, einen Getriebeölwechsel in der Werkstatt durchführen zu lassen.

Dabei gibt es grundlegend zwei Möglichkeiten:

Altes Getriebeöl ablassen

Die einfachere und auch günstigere Lösung: Altes Getriebeöl ablassen und neues Getriebeöl nachfüllen. Der Aufwand dafür ist gering und es fallen nur minimale Kosten an. Diese Methode hat aber auch einen großen Nachteil. Denn so verlassen nur etwa 60 Prozent des alten Getriebeöls das Getriebe. Im Getriebe selbst sowie in den Leitungen kann Restöl verbleiben, das sich dann mit dem neuen Öl vermischt und die Qualität beeinträchtigen könnte.

Getriebespülung für einen gründlichen Getriebeölwechsel

Aufwendiger und auch etwas teurer, dafür aber wesentlich nachhaltiger, ist die sogenannte Getriebespülung. Dabei wird das alte Öl nicht nur abgelassen, sondern mittels Druckluft wird das komplette Altöl aus dem Getriebe herausgedrückt. Zusätzlich kann das Getriebe ausgebaut und gereinigt werden, was sich bei Automatikgetrieben als aufwändiger darstellt, als bei manuellen Schaltgetrieben.
Wichtig ist bei einem solchen Getriebeölwechsel außerdem der Austausch des Ölfilters bzw. des Ölsiebs, da sich dort Rückstände wie Ablagerungen, Schwebestoffe oder Eisenspäne ansammeln.

Auch wenn bei einer Getriebespülung die Kosten höher sind, empfehlen wir Ihnen dennoch, diese Form des Getriebeölwechsels zu wählen. Denn ein Getriebeschaden kann sich schnell im vierstelligen Kostenbereich bewegen und nicht selten sogar einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten.

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