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28.11.17 16:05

Festschmierstoffe – Schmiermittel für besondere Ansprüche

Überall dort, wo hohe Temperaturen herrschen oder Öle nicht mehr eingesetzt werden können, schaffen Festschmierstoffe Abhilfe.

Doch was genau sind eigentlich feste Schmierstoffe? Und welche Arten gibt es?

Festschmierstoffe sind Stoffe, die aufgrund ihrer Kristallstruktur auch dann schmieren, wenn flüssige (Schmieröl) oder halbfeste (Schmierfett) Schmierstoffe versagen. Meist kommen sie als Zusatzstoffe in diesen Schmierstoffen zum Einsatz, selten auch als alleinige Schmiermittel.

Besonders weit verbreitet sind Graphit und Molybdändisulfid, es gibt aber auch noch zahlreiche weitere Zusatzstoffe, wie bspw. Keramikpartikel, Weichmetalle oder auch Kunststoffe wie bspw. PTFE.

Aufgrund der speziellen Eigenschaften werden feste Schmierstoffe immer dann eingesetzt, wenn das Schmiermittel möglichst lange an der Reibestelle anhaften muss und ein Abtropfen des Schmierstoffes nicht gewünscht ist. Oftmals handelt es sich um Schmierstellen, die nur wenig Bewegung ausgesetzt sind. 

Aufgaben von Festschmierstoffen

Die oft als Zusatz für Schmierfett oder Schmieröl verwendeten Festschmierstoffe verringern in erster Linie die Reibung und sorgen für gute Schmiereigenschaften. Vor allem für besondere Einsatzbedingungen, bei denen eine Ölschmierung z.B. aufgrund der zu hohen Temperaturen oder Fliehkräfte nicht möglich ist, bieten die Zusätze eine optimale Lösung. Auch gegen Stoßbelastungen und Druck sind die Festschmierstoffe sehr beständig.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Sicherung der Notlaufeigenschaften des Systems, in dem sie eingesetzt sind. Reißt der Schmierfilm ab oder herrscht ein genereller Schmierstoffmangel im System, sorgen Festschmierstoffe dafür, dass trotzdem eine gewisse Grundschmierung beibehalten wird.

Werden die Stoffe als Zusatz in Kupferpaste oder Antifresspaste verwendet, verhindern sie gezielt das Verblocken verschiedener Bauteile, wie bspw. von Bremsen- oder Auspuffteilen.

Damit dienen Festschmierstoffe ebenfalls als Trennmittel, d.h. als Mittel, um Gegenstände oder Teile trennbar zu halten.
Trotz zahlreicher Vorteile hängt die Auswahl des Schmierstoffes immer von der konkreten Anwendung ab. Hier gilt es, die Herstellerangaben der Maschinen zu beachten, um eine fachgerechte Schmierung zu erreichen.

Häufige Anwendungsfelder

Feste Schmierstoffe werden besonders häufig in Schmierfetten eingesetzt. Ein typisches Anwendungsbeispiel ist die Schmierung von Wälzlagern: Hochwertiges Wälzlagerfett sorgt auch unter hohen Belastungen für eine optimale Schmierung des Lagers. Hochtemperaturfett als weiteres Anwendungsbeispiel ist hingegen für den Betrieb unter hohen Belastungen bei Betriebstemperaturen von bspw. bis zu 140° C ausgelegt.

Im Folgenden ein Auszug von Schmierfett-Arten, denen häufige feste Schmierstoffe zugesetzt sind:

Ein weit verbreitetes Schmierfett mit Feststoffzusatz ist das Mobilgrease Special. Hierbei handelt es sich um ein Hochleistungsuniversalfett, dass in zahlreichen Komponenten des Fahrzeugbereichs sowie in der Industrie Anwendung findet.

In flüssiger Form ist beispielsweise das Elaskon Multifunktionsspray zu nennen, bei dem es sich um ein Kriechöl mit Festschmierstoffanteilen handelt. Es eignet sich hervorragend zum Lösen von korrodierten Schraubverbindungen. Durch den Festschmierstoffanteil bleiben diese langfristig beweglich.

Wenn Sie Fragen zu diesem Themenbereich haben, zögern Sie nicht, unser Fachpersonal zu kontaktieren. Wir beraten Sie gerne zu den Schmiermitteln in unserem Sortiment und stehen Ihnen mit unserer langjährigen Erfahrung zur Seite.

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